Erste ORF-Musikwunschtage voller Erfolg

Mehr als 160.000 Euro konnten beim ersten gemeinsamen Musikwunschtag der ORF-Landesstudios für Familien in Not und Menschen mit Behinderung gesammelt werden. Unter dem Motto „Sie spenden, wir spielen“ konnten am 26. November über das A1-Spendentelefon Musiktitel gegen Spenden für „Licht ins Dunkel“ getauscht werden. Aufgrund des großen Erfolgs entschlossen sich einige Bundesländer dazu, den Musikwunschtag vor Weihnachten zu wiederholen oder bis zu den Feiertagen zu verlängern.
„Man kommt sich irgendwie vor wie ein Weihnachtsengerl“, erzählt Gabi Kerschbaum am 26. November unmittelbar nach Sendungsende, die bei Radio Salzburg an diesem Tag eine andere Playlist als gewohnt gespielt hat. Neben der Musik selbst berührten auch die Geschichten hinter den Wünschen, sagt auch Sabina Korntner, „Licht ins Dunkel“-Botschafterin im Landesstudio Oberösterreich: „Viele haben mit ihren Wünschen sehr persönliche Ereignisse in Verbindung gebracht, oft auch Erinnerungen. Diese berührenden Geschichten haben sie dann auch im Radio erzählt.“

Musikwunschtage in den ORF-Landesstudios

„Es haben sich viele ältere Menschen gemeldet, die trotz aller Herausforderung mit Corona positiv denken“, berichtet Karl Trahbüchler, Programmchef bei Radio Niederösterreich. Gut erinnert er sich beispielsweise an den Anruf von Familie Hösch, die auf Weihnachtsgeschenke verzichtet und dafür schon seit Jahrzehnten an „Licht ins Dunkel“ spendet: „Anfangs waren es 1000 Schilling, dann 70 Euro und in den letzten Jahren 100 Euro. Und weil immer alles teurer wird, hat Herr Hösch heuer noch einen 10er draufgelegt.“

Anrufer berührten auch die Programmmacher und Programmmacherinnen mit den Geschichten hinter den Musikwünschen

Melanie Balaskovics, Moderatorin und „Licht ins Dunkel“-Botschafterin im Landesstudio Burgenland erzählt etwa von einer Dame, die einen Gehirntumor hatte und dankbar ist, dass sie heute wieder gesund ist: „Mit Geld kann man sich keine Gesundheit kaufen,“ hat sie gesagt – aber sie kann mit einem kleinen Beitrag Familien und Kindern helfen, Schicksalsschläge besser zu bewältigen.
„Viele haben mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, haben aber trotzdem ihr Herz und ihr Geldbörserl geöffnet. Auch Selbständige - ein Traditionsgasthaus zum Beispiel, das sich mit Müh und Not mit einem Lieferservice über Wasser hält, hat 500 Euro gespendet“ schwärmt Simone Oliva aus dem Landesstudio Kärnten.
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Claudio Schütz nimmt Musikwünsche und Spenden für Radio Niederösterreich entgegen
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Melanie Balaskovics am Spendentelefon von Radio Burgenland
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Die Telefonistinnen und Telefonisten im ORF Kärnten
Auch Bernhard Triendl aus dem Landesstudio Tirol berührte der Musikwunschtag: „Das meistgenannte Wort, das in diesen 24 Stunden zu hören war, war ‚Danke‘ oder ‚da machen wir gerne mit, schön, auch mit meiner Spende Teil eines großen Ganzen zu werden.‘“
Das Landesstudio Steiermark ist schon seit über zehn Jahren Musikwunschtag-erprobt. „Der Tag fordert uns immer sehr in der Redaktion, aber man spürt den Spirit, einfach „Licht ins Dunkel“ zu den Menschen zu bringen und zu helfen“, sagt Eva Pöttler und gibt zu: „Ja, man ist geschafft aber sehr glücklich gemeinsam viel bewegt zu haben und das in herausfordernden Zeiten wie heuer.“

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