Wo Wünsche wahr werden: 5,7 Millionen Euro an Spenden für „Licht ins Dunkel“

Die Österreicher/innen bewiesen bei der 43. Aktion von „Licht ins Dunkel“ wieder große Hilfsbereitschaft!

5.729.384,11 Euro konnten bei der 43. Aktion von „Licht ins Dunkel“ und der 38. Fernsehsendung am Heiligen Abend im ORF gesammelt werden. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Prominenter und der Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die den ganzen Tag in der Spendenzentrale am Wiener Küniglberg an den Spendentelefonen mithalfen.

Unter Anderen führten Peter L. Eppinger, Sandra König und Andreas Onea durch den 24. 12. .

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Ö3-Weihnachtswunder wurde wahr: Mehr als 1,4 Million Euro für Familien in Not in Österreich

Mit Start der „Licht ins Dunkel“-Vormittagssendung in ORF 2 ging am Grazer Mariahilferplatz eine andere Marathonsendung zu Ende: live aus Graz meldeten sich Andi Knoll, Robert Kratky und Gabi Hiller, um das Ergebnis ihrer 120-Stunden-Wunschmusiksendung bekannt zu geben: für stolze 1.022.936 Euro hat die Ö3-Gemeinde Musikwünsche bestellt und dabei gleichzeitig für den „Licht ins Dunkel“-Soforthilfefonds gespendet. Gemeinsam mit dem Ergebnis der diesjährigen Ö3-Wundertütenaktion sind insgesamt 1.446.047 Euro von der Ö3-Gemeinde für Familien in Not in Österreich gespendet worden.

Kardinal Schönborn: „Die große Hoffnung ist Frieden“

Zur Mittagszeit, die Punkt 12.00 Uhr mit dem Angelusläuten aus Salzburg eingeleitet wurde, stellte sich Kardinal Christoph Schönborn ein, der im Hinblick auf 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, appellierte: „Die große Hoffnung ist Frieden. Wenn in den Kriegsgebieten weiter Waffen geliefert werden, wenn weiter bombardiert wird, werden die Flüchtlingsströme nicht aufhören. Wenn die Entwicklungshilfe bei uns weiter gekürzt, statt verstärkt wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Menschen aus den Hungergebieten sich auf die Flucht machen. Das ist die eigentliche Ursache der Flüchtlingsströme. Das Problem kann nur gemeinsam gelöst werden. Es ist eine Herausforderung für ganz Europa.“.

Bundespräsident Fischer: „Wir brauchen Zuversicht“

Traditionsgemäß kam auch der Schirmherr von „Licht ins Dunkel“, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer – gemeinsam mit seiner Frau Margit –, in das Spendenstudio, um persönlich am Spendentelefon mitzuhelfen. Bei seinem letzten Auftritt in einer „Licht ins Dunkel“-Sendung in diesen beiden Funktionen betonte Fischer: „Ich möchte einen Appell an alle Österreicherinnen und Österreicher richten, karitative Organisationen zu unterstützen, die für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, für Flüchtlinge oder für Menschen an der Armutsgrenze gedacht sind. Wir brauchen trotz allem, oder gerade weil wir in einer schwierigen Zeit leben, Zuversicht. Österreich ist ein gut entwickeltes Land, wir können viel, wir haben viele Spitzenkräfte und höchst qualifizierte Menschen. Man kann ja fast gar nichts anderes formulieren als das berühmte Zitat: ,Wir schaffen das!‘. Und das meine ich jetzt auf die Lösung der gesellschaftlichen Probleme insgesamt bezogen.“, unterstrich Fischer.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer am Spendentelefon

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Volksvertreter zur Mittagszeit

Die Spitzen der heimischen Politik, Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, sowie Vertreter aller Parlamentsparteien unterstützen auch heuer wieder das große Spendensammeln. Die Weihnachtswünsche der Politik – die Fragen stellten Marie-Claire Zimmermann und Roland Adrowitzer – wurden dabei gleichfalls vom Thema der Flüchtlingskrise in Europa dominiert. Bundeskanzler Werner Faymann meinte:
„Deutschland, Österreich und Schweden sind die drei betroffensten Länder in der Flüchtlingsfrage.
Wie geht man damit um? So, dass man sich auch am 24. Dezember in den Spiegel schauen und sagen kann: wir sind ein menschliches Land. Es geht darum, dass Österreich ein starkes Land ist, dass es besser durch die Wirtschaftskrise gekommen ist als fast alle anderen Länder, dass Österreich ein Land ist, wo das Wirtschaftswachstum auch wieder stärker wird – und noch stärker werden muss –, und dass Österreich so stark ist, dass es für jene, die wirklich Schutz benötigen, die ein Asylrecht haben, da sein muss.“
Auch Vizekanzler und ÖVP-Obmann Mitterlehner unterstrich, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen:
„Die Österreicherinnen und Österreicher wollen in Zeiten wie diesen wenige Auseinandersetzungen haben. Da und dort werden wir sie nicht vermeiden können, aber ich glaube, es geht um das Gemeinsame.“ Positiv auch sein Blick in die Zukunft, angesichts des prognostizierten Wirtschaftswachstums: „Es wird die Steuerreform wirken Anfang des Jahres, es wird der Konsum steigen und wenn beides sich positiv entwickelt, dann wird sich auch die Stimmung positiv bewegen und das wird auch auf das Flüchtlingsthema gute Auswirkungen haben.“

ORF - Generaldirektor Alexander Wrabetz, Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, "Licht ins Dunkel Geschäftsführerin Eva Radinger und "Licht ins Dunkel" - Präsident Kurt Nekula freuen sich über das hohe Spendenergebnis

ORF-Generaldirektor Wrabetz: „Brücken bilden“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz betonte einmal mehr die Rolle des ORF als Rundfunk der Gesellschaft und Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Hilfsorganisationen: „Das Jahr 2015 war ein ganz besonderes Jahr, wo die Situation mit vielen Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, virulent geworden ist. Daher haben wir ,HELFEN. WIE WIR.‘ zur Unterstützung dieser Menschen gestartet. Aber wir haben genauso wie in den letzten 40 Jahren ,Licht ins Dunkel‘ als besonderen Schwerpunkt. Bei ,Licht ins Dunkel‘ geht es darum, Geld für Menschen in Österreich zu sammeln, die unserer Hilfe bedürfen. Das Engagement der Zivilgesellschaft ist groß. Es gibt Hunderttausende Menschen in Österreich, die spenden wollen. Wir bilden eine Brücke zwischen jenen, die helfen wollen und jenen Organisationen, die ermöglichen, dass dieses Geld dorthin kommt, wo es gebraucht wird. “
Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, unterstrich:
„Es sind unterschiedliche Themen, mit denen sich die verschiedenen Hilfsaktionen beschäftigen, und unterschiedliche Zielgruppen.“ Offen zu bleiben, wo Hilfe Not tut und natürlich die große, traditionelle, österreichische Hilfsaktion von „Licht ins Dunkel“ zu unterstützen, „das kann man daher sehr gut abstimmen.“, so Mayerhoffer.

Ein ganzes Land im Dienst der guten Sache

Nicht nur die Volksvertreter aller Parteien, die Repräsentanten der Weltreligionen in Österreich, Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Sport, Sponsoren, zahlreiche Prominente und Soldaten des österreichischen Bundesheeres vereinten sich an diesem besonderen Tag wieder für eine gute Sache: Hilfe für behinderte Kinder und notleidende Menschen, insbesondere Familien mit Kindern in Österreich, zu leisten. Letztendlich wurde der Einsatz aller Mitwirkenden mit vielen Spenden in Höhe von 5.729.384,11 Millionen Euro belohnt.

Zahlreiche Prominente unterstützten "Licht ins Dunkel". Hier im Bild: Brigitte Kren und Rudi Roubinek

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Auch nach dem 24. Dezember kann unter der kostenlosen A1-Spendentelefonnummer 0800 664 24 12 sowie im Internet unter http://lichtinsdunkel.ORF.at weiter gespendet werden. Alle Informationen zu den Spendenmöglichkeiten befinden sich im ORF TELETEXT auf Seite 680. Die gesamte „Licht ins Dunkel“-Sendung ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.